Engagement
Warum engagieren sich die verschiedenen Behörden und die Mitglieder aus der Privatwirtschaft bei STOP PIRACY? Warum unterstützen sie den Kampf gegen Fälschung und Piraterie?
- ABB – Asea Brown Boveri AG
- eBay
- IGE – Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum
- FH – Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie
- ICC Switzerland – Internationale Handelskammer Schweiz
- Isler & Pedrazzini – Patent- und Markenanwälte
- Promarca – Schweizerischer Markenartikelverband
- SAB – Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Bild-Agenturen und -Archive
- SUISA – Schweizerische Gesellschaft für die Rechte der Urheber musikalischer Werke
- Swiss Cigarette
- Swissmedic & Interpharma
ABB – Asea Brown Boveri AG
Gefälschte Niederspannungsschalter und Sicherungsautomaten stellen ein grosses Sicherheitsrisiko dar. Wenn die Schalter nicht in der Lage sind, einen Überstrom oder Fehlerstrom rasch und zuverlässig abzuschalten, können Menschen und Gebäude zu Schaden kommen. ABB fühlt sich deshalb verpflichtet, dafür zu sorgen, dass der Markt von gefälschten Schaltern schlechter Qualität möglichst freigehalten wird. Aus diesem Grund bekämpft ABB Fälschungen und Piraterie auf allen Fronten, d.h. bei der Produktion, im Vertrieb sowie im Verkauf.
eBay
eBay ist es gelungen, eine einzigartige Online-Handelsplattform zu entwickeln. Ziel ist es, eine weltweite Online-Handelsplattform zu bieten, auf der jeder mit allen möglichen Waren handeln kann. Menschen auf der ganzen Welt eröffnen sich damit neue Verkaufschancen.
Der Erfolg dieser sehr dynamischen und stabilen Handelsumgebung ist jedoch vom Vertrauen unserer Mitgliedergemeinschaft abhängig. Der Verkauf von Fälschungen bei eBay führt zu negativen Kauferfahrungen und zerstört das Vertrauen der Nutzer.
Im Hinblick auf unser Ziel setzen wir uns daher dafür ein, immaterielle Schutzrechte wie Urheber- und Markenrechte zu schützen und unseren Mitgliedern einen sicheren Handelsplatz zu bieten, auf dem das Kaufen und Verkaufen Spass macht.
Aus diesem Grund hat eBay das VeRI-Programm (Programm für verifizierte Rechteinhaber) entwickelt, mit dem Rechteinhaber Artikel melden können, die ihre Rechte verletzen. Inhaber von Schutzrechten (Privatpersonen und Unternehmen) sind als Teilnehmer des VeRI-Programm herzlich willkommen.
Da der Handel mit Fälschungen ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, sind wir davon überzeugt, dass nur eine enge Zusammenarbeit zwischen Rechteinhabern, Behörden und Unternehmen wie eBay zum gewünschten Erfolg führt. Daher begrüssen und unterstützen wir die Public-Private-Partnership STOP PIRACY.
IGE – Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum
Als Kompetenzzentrum der Schweizer Eidgenossenschaft für alle Fragen zu Patenten, Marken, Design und Urheberrecht bekämpft das Institut die Folgen von Fälschung und Piraterie aktiv. Indem es möglichst optimale gesetzliche Rahmenbedingungen schafft, ermöglicht es der Industrie, gegen das Problem anzukämpfen und die Konsumentinnen und Konsumenten besser zu schützen.
Die Tätigkeiten des Instituts beschränken sich aber nicht nur auf die gesetzliche Ebene: Getragen von der Überzeugung, dass letztlich nur ein koordiniertes Vorgehen aller betroffenen Kreise eine wirksame, nachhaltige Eindämmung von Fälschung und Piraterie ermöglicht, hat es im Juli 2005 gemeinsam mit ICC Switzerland STOP PIRACY gegründet. Auf diesem Weg will es insbesondere die Aktivitäten der Wirtschaft und der Behörden in der Schweiz besser koordinieren und die breite Öffentlichkeit für die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Risiken und Folgen von gefälschten Produkten sensibilisieren.
FH – Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie
Als Dachorganisation der schweizerischen Uhrenindustrie ist der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH seit Jahrzehnten im Kampf gegen Fälschungen aktiv. Die Uhrenindustrie ist bereits seit vielen Jahren vom Phänomen „Fälschung“ betroffen, mittlerweile haben sich Fälschung und Piraterie auf weitere Wirtschaftsbereiche ausgedehnt und beängstigende Ausmasse angenommen.
Folgende Massnahmen gehören im Rahmen der Fälschungsbekämpfung zu den Zielen des Verbandes:
- Eingehende technische Untersuchung von gefälschten Waren mit dem Ziel, die Hersteller der einzelnen Bestandteile festzustellen, etwaige Verbindungen zwischen den Verkaufsstellen zu erkennen und die Fälschernetze aufzudecken.
- Organisation von gezielten weltweiten Aktionen gegen Fälscherringe mit Hilfe der zuständigen Behörden
- Sensibilisierung von Behörden und Bevölkerung in Bezug auf die negativen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen des Phänomens „Fälschungen“
- Schulung der im Kampf gegen Fälschungen engagierten Behörden (v.a. Zollbehörden)
- Überwachung der Verwendung schweizerischer Herkunftsangaben wie „swiss“ oder „Genève“
- Einschreiten gegen Websites und Online-Plattformen, die gefälschte Uhren anbieten.
STOP PIRACY bietet der Wirtschaft und den betroffenen Verwaltungsstellen die Gelegenheit, ihre Kräfte zu bündeln und mit einer Stimme zu sprechen. Auf diese Weise wird ein schweizweites Netzwerk geschaffen, welches sich dem Thema „Fälschung und Piraterie“ widmet. Die Schweizer Uhrenindustrie hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb dieser Partnerschaft eine treibende Rolle einzunehmen.
ICC Switerland – Internationale Handelskammer Schweiz
ICC Switzerland ist das schweizerische Komitee der Internationalen Handelskammer ICC. Als Stimme der globalen Privatwirtschaft bezweckt ICC die Förderung des freien Handels und die Erleichterung von internationalen Investitionen. Fälschungen und Raubkopien untergraben die Anreizsysteme des Geistigen Eigentums und hemmen damit die Investitionsbereitschaft nachhaltig. Deshalb betreibt ICC das «Counterfeiting Intelligence Bureau» des ICC Commercial Crime Service. Zudem lancierte ICC die Initiative «BASCAP – Business Action Against Counterfeiting and Piracy». BASCAP will Behörden und Öffentlichkeit für die Probleme der Produktpiraterie sensibilisieren und die Unternehmen über Bekämpfungsmöglichkeiten informieren. Als Kontaktpunkt in der Schweiz engagiert sich ICC Switzerland auf nationaler Ebene im Kampf gegen Fälschung und Raubkopien und hat zusammen mit dem Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum die Schweizer Plattform gegen Fälschungen und Piraterie gegründet.
Isler & Pedrazzini – Patent- und Markenanwälte
Als Patent- und Markenbüro mit angegliederter Rechtsanwaltskanzlei bewegen wir uns in einem internationalen Umfeld. Viele unsererl in- und ausländischen Klienten sind von Fälschungen oder Piraterie betroffen. Einerseits ist es erforderlich, in der Schweiz ein Bewusstsein zu schaffen, dass Fälschungen und Piraterie keine Kavalierdelikte sind, sondern ein schweres sozialschädliches Verhalten darstellen. Andererseits gilt es, die in einzelnen Unternehmen und Verbänden vorhandenen Informationen und Erfahrungen mit Fälschungen und Piraterie zu bündeln, zu koordinieren und auszutauschen. Hier bietet STOP PIRACY eine ideale Plattform, in welcher es sich mitzuwirken lohnt.
Promarca – Schweizerischer Markenartikelverband
Der Vermögensgegenstand Marke macht bei vielen Unternehmen einen erheblichen Teil des Gesamtvermögens aus. Das Marken- und Produktpiraterie überall zu einer schweren Beeinträchtigung der betroffenen Marken führt, liegt somit auf der Hand. Auf Seiten der Markeninhaber entstehen durch die Verbreitung gefälschter Markenware eigene Umsatz- und Gewinnausfälle. Bei Nachahmungen, wenn diese fast gleichzeitig zur Lancierung von Originalerzeugnissen erfolgen, werden sogar angemessene Amortisationszeiträume für Entwicklungskosten und Anfangsinvestitionen zerstört. Eine eindeutig ausformulierte Unternehmenspolitik mit klaren Richtlinien und die Unterstützung und Motivierung der für die Schutzmassnahmen zuständigen Mitarbeiter sind Grundsteine eines jeden Schutzsystems. Auch die Zuweisung angemessener finanzieller Ressourcen in die Marktüberwachung, um rechtzeitig effektive Schutzmassnahmen durchzuführen, sind unerlässlich. Nachahmungen und Produkt- und Dienstleistungspiraterie wirken sich aber nicht nur auf die Unternehmen, Volkwirtschaften und Verbraucher aus, sie berühren auch die öffentliche Sicherheit: Weite Bereiche der Marken- und Produktpiraterie sind der organisierten Kriminalität zuzurechnen. So sind präventive Sensibilisierungskampagnen von Konsumenten und Massnahmen zur Sicherung von Marken und sonstigen Rechten des geistigen Eigentums unverzichtbar. Deshalb unterstützt der Schweizerische Markenartikelverband Promarca ideell und finanziell das Projekt „STOP PIRACY “.
SAB – Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Bild-Agenturen und -Archive
Fotografien sind oftmals urheberrechtlich geschützt. Wer Bilder nutzen oder publizieren will, der benötigt daher die Einwilligung des Autors oder seines Vertreters, in der Regel einer Bildagentur. Das Urheberrecht bei Bildern gewährleistet, dass der Fotograf für seine Arbeit entschädigt und sein Werk geschützt wird. Der Fotograf darf darüber verfügen, wer und in welcher Form seine Bilder publiziert oder wie sie genutzt werden dürfen. Der Autor oder seine bevollmächtigte Fotoagentur kann Lizenzen für eine Bildnutzung erteilen.
Wer beispielsweise ein interessantes Bild auf einer Postkarte oder in einem Kalender findet, darf es nicht einfach scannen und weiterbearbeiten. Er muss laut Urheberrechtsgesetz den Rechtsinhaber ausfindig machen und die Erlaubnis zur Vervielfältigung und Bearbeitung einholen. Dasselbe gilt für Bilder im Internet: Auch wenn man bei Google, auf privaten oder kommerziellen Websites unzählige Bilder finden kann, darf man diese ohne ausdrückliches Einverständnis des Autors nicht für eigene Websites, Präsentationen oder Vorführungen benutzen. Ausgenommen von dieser Regel ist nur der gesetzlich erlaubte Privatgebrauch, z.B. die Vervielfältigung für einen engen Freund. Der Urheberrechtsschutz erlischt 70 Jahre nach dem Tode des Fotografen.
Die Mitglieder der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Bild-Agenturen und Archive SAB nehmen die Rechte der Urheber wahr. Sie können Lizenzrechte für weit über 100 Millionen Bilder vergeben.
SUISA – Schweizerische Gesellschaft für die Rechte der Urheber musikalischer Werke
Die SUISA ist die Schweizerische Verwertungsgesellschaft, welche die Rechte der Urheber nicht theatralischer Musikwerke vertritt. Sie erteilt Musiknutzern (Plattenproduzenten, Internetanbietern, Radio- und Fernsehanstalten, Konzertveranstaltern usw.) die Nutzungsbewilligungen, erhebt die gesetzlich oder vertraglich festgelegten Entschädigungen und kümmert sich um die Vergütung der Rechteinhaber. Die Bekämpfung der Musikpiraterie - im Internet oder durch den Vertrieb von physischen Trägern - gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben. In diesem Rahmen muss sie oft gerichtliche Verfahren einleiten. Die SUISA beteiligt sich an STOP PIRACY, weil es einen wichtigen Informationsaustausch zwischen den interessierten Kreisen (Wirtschaft und Behörden) ermöglicht. Ausserdem bietet die Plattform Inhabern immaterieller Rechte mit übereinstimmenden Interessen die Möglichkeit zur Durchführung von gemeinsamen Aktionen.
Swiss Cigarette
Swiss Cigarette ist eine Non-Profit-Organisation. Sie hat zum Ziel, die gemeinsamen Interessen ihrer Mitglieder zu fördern und als Vertreterin bei den Behörden sowie bei öffentlichen und privaten Organisationen auf nationaler Ebene aufzutreten. Der Handel mit gefälschten Zigaretten ist ein schnell um sich greifendes internationales Problem: Er ist illegal, schädigt die Industrie und den Handel, fügt dem Staat hohe Verluste in Form von Steuerausfällen zu und führt Verbraucher irre. Während dies in den Nachbarländern der Schweiz ein sehr ernstes Problem darstellt, ist die Schweiz gegenwärtig vom Handel mit gefälschten Zigaretten nicht betroffen. Dennoch eine Situation, die es in der Schweiz zu verhindern gilt.
Der Dachverband der Schweizer Zigarettenindustrie - Swiss Cigarette, in Zusammenarbeit mit STOP PIRACY, setzt sich dafür ein, präventive Massnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass das Problem in der Schweiz entstehen kann. Raucher, die sich zum Kauf gefälschter Zigaretten verleiten lassen, bekommen nicht das Produkt, das sie erwartet haben: Legale Hersteller erfüllen strenge Qualitätsstandards, die zum Teil gesetzlich genau festgelegt sind und kontrolliert werden. Fälschern hingegen ist es egal, was sie in die Zigaretten hineintun und erst recht achten sie nicht auf die erforderliche Hygiene bei der Herstellung. Fälscher haben häufig Verbindungen zum organisierten Verbrechen; die Profite aus ihren illegalen Geschäften können so zur Finanzierung von kriminellen Machenschaften beitragen. In Ländern, in denen das Problem der gefälschten Zigaretten auftritt, leiden die Industrie und der reguläre Handel durch den illegalen Zigarettenhandel unter Umsatzeinbussen. Viele Arbeitsplätze sind dadurch bedroht.
Die EU-Kommission schätzt, dass Produktfälschungen von Konsumgütern Jahr für Jahr zu einem Verlust von 100.000 Arbeitsplätzen in Europa führen.
Unser Ziel ist es, gemeinsam mit anderen betroffenen Branchen und der öffentlichen Hand Piraterie und Fälschung von Konsumgütern zu bekämpfen. STOP PIRACY, als Initiative der Privatwirtschaft und des öffentlichen Sektors, vereint starke Partner in gemeinsamer Sache.
Weitere Informationen zu Swiss Cigarette.
Swissmedic & Interpharma
Heilmittel unterstehen einem sehr hohen Qualitätsanspruch, sowohl bei der Herstellung wie auch bei der Abgabe. Bei Fälschungen von Medikamenten ist die Qualität in keiner Weise mehr garantiert. Das Risiko, bei der Einnahme von gefälschten Medikamenten die eigene Gesundheit zu gefährden, ist daher gross. Zurzeit sind in der Schweiz in den offiziellen Vertriebskanälen wie in Apotheken, Drogerien oder Arztpraxen keine Fälle von Fälschungen bekannt. Wer aber Heilmittel über unkontrollierte Kanäle wie das Internet bezieht, geht das Risiko ein, gefälschte Produkte zu erhalten. Ausserdem ist der private Import von Arzneimitteln grundsätzlich verboten. Mit der Teilnahme bei STOP PIRACY unterstützen wir die Ziele und Aktivitäten der Plattform. Unser spezifisches Anliegen ist es, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass die Einnahme von gefälschten Medikamenten ein Risiko für die Gesundheit jedes Einzelnen darstellt.

